Die 4 Cs der Diamantenschätzung

Karat (Carat)

 

Karat ist die Messeinheit (Gewicht) für jeden Edelstein.  Ein Karat wird weiter unterteilt in 100 Punkte. Beispielsweise wiegt ein Diamant  von  50 Punkten ½ Karat oder 0,50 ct. Ein Diamant von 75 Punkten wiegt  ¾ Karat oder 0,75 ct.  Die Einstufung eines Diamanten beginnt  mit seinem Gewicht.

Der einfachste Weg um das Gewicht eines Diamanten zu bestimmen, ist dies: 1 Karat gleich 0,2 Gramm.

Auch hier gibt es wieder zahlreiche Möglichkeiten:  zwei Diamanten der gleichen Form aus dem gleichen Rohmaterial geschliffen, können sich, was die Proportionen angeht, unterscheiden.

Die Preisgestaltung des Diamanten folgt nicht einer statischen Logik wie der des Goldmarkts. Zum Beispiel, ein Diamant von 1 Karat  kostet viel mehr als  zwei Diamanten von einem Gewicht von je ½ Karat.  Hier spielt die Rarität eines so grossen Diamanten eine Rolle.

Reinheit (Clarity)

 

Der zweite Beurteilingspunkt der berühmten 4Cs ist die Reinheit eines Diamanten. Die Farbe wird durch verschiedene Faktoren bestimmt :  die Anzahl, Art, Position, und Größe der Farben, dazu die Farben des inneren und des äusseren Diamanten.  Diamanten bestehen  meistens  aus  reinem Kohlenstoff, aber manchmal befinden sich während des Prozesses der Kristallisation, andere Mineralien in der Nähe oder sogar andere chemische Kohlenstoffformen und werden in der auskühlenden Masse aufgenommen. (Einschlüsse). Die endgültige Reinheit  wird in der Regel dadurch bestimmt, wie leicht die Einschlüsse und Flecken  für den Bewerter zu sehen sind.

Reinheit wird auf einer Skala  von  rein (lupenrein) bis  zu  Diamanten mit starken Einschlüssen  (I-3) gemessen.. Die Reinheit  eines Diamanten wird durch die Verwendung 10-facher Vergrößerung bei  guter Beleuchtung von einem erfahrenen Bewerter benotet.

Die meist verwendeten Werkzeuge zur Bestimmung von Reinheit sind die Handlupe oder ein Mikroskop mit 10-facher Vergrößerung.  Daher können wir sagen, dass  Mängel, die nicht bei  10-facher Vergrösserung herausgefiltert werden, nicht als Mängel betrachtet werden.

Die verschiedenen Bewertungskoden und ihre Bedeutung betreffen den Diamanten  unter 10-facher Vergrößerung.

Farbe (Colour)

 

Idealerweise sollte ein Diamant ein transparenter Edelstein sein. Aber da einige Steine ​​mit Farbe gefunden wurden, ist die Bewertung aufgrund von Farben wichtiger geworden. Die Diamanten werden auf einer Skala von:  keine Farbe (D )bis zu stark gefärbt (Z) bewertet.

Nach dem "Z" : die kräftigen Farböne von   Diamanten werden „fancy colors“ genannt.  Die Diamanten mit „fancy colors“ werden zum Farbvergleich der anderen Diamanten genutzt. An manchen Orten gibt es Maschinen „Colorimeter“ genannt.  Aber nichts übertrifft in der Bewertung das geschulte menschliche Auge.

Wie wir alle wissen, ist die Bewertung eines Diamanten nicht mit seiner Farbe abgeschlossen.  In der Tat, ein Diamant mit einer sichtbaren Tönung im K-Bereich oder in noch stärkerer Tönung ist noch schöner und wertvoller wenn er von grosser Reinheit  und gutem Schliff ist.  Nur Diamanten ab der Kategorie  N haben eine für das menschliche Auge sichtbare Tönung.

Die beliebtesten Farbtöne sind Kombinationen von rosa, blau, braun, gelb, orange, grün und rot. Gelb ist die am häufigsten vorkommende Tönung. Andere Farbtöne wie rot, blau und grün sind selten.

Schliff (Cut)

 

Oft vergessen, ist der "C"-Schliff derjenige, der die Brillianz und das Funkeln des Edelsteins gewährleistet.  Der Schliff wird angewandt um einen Stein in seiner Gesamterscheinung zu formen.  Für eine nicht fachmännische Person, hat  ein Diamant der nicht in Sekundenschnelle ins Auge fällt, keinen guten Schliff.  Ein gut geschliffener Diamant blendet mit seinem Zauber den Betrachter.

Ein erfahrener Meisterschneider kann den perfekten Schliff nur aus rohem oder rauhem Material erreichen. Die Art und Kraft des Funkelns des Diamanten wird durch seinen Schliff erreicht. Die Lichtreflexion ist  immer maximal bei einem gut geschliffenen Diamanten. So kann er auf höchstem Niveau funkeln.


Das Licht entweicht seitlich oder vom Grund bei flachen und tiefen Schliffen.  Durch diese Schliffe wird das Funkeln der Diamanten hervorgerufen.  Der traditionelle runde Brilliantdiamant ist  die einzige Art  von Schliff,  bei welchem wir die Proportionen definieren können, die zu einem guten Schliff führen können. Die gleiche Art von Proportionen kann nicht bei einem „fancy“-Schliff wie Prinzessinnenschliff, Birnen- und Smaragdschliff angewandt werden.

Schliff (CUT)  und Form (SHAPE) sind zwei verschiedene Begriffe. SHAPE meint die äussere Form des Diamanten, sei sie  rund,  oval, Smaragd u. a. während CUT die reflektierenden Eigenschaften des Diamanten bedeutet. Ein  geübtes Auge kann beim Betrachten der Proportionen eines Diamanten einen idealen Schliff  von einem tiefen oder flachen Schliff unterscheiden.

Die Schliffe  werden in der Regel durch Begriffe wie Ideal Cut, Premium-Cut, Feinschnitt, guter Schnitt, Fair-Cut, and Poor Cut definiert. Ideal, Premium, fein und gut geschliffene Diamanten sind wertvoller, da sie das meiste Licht reflektieren. Fair und schlecht geschliffenen Diamanten reflektieren nur einen Teil des Lichts.  Die Grade Ideal,  Premium, feine  und gute Schliffe variieren jeweils von maximaler Brillianz bis zu einer Reflektion des meisten Lichtes, das in  den Diamanten eindringt.  Diamantenschliffe wie Fair oder  Poor bedeuten , dass der Diamant nur einen Bruchteil des Lichts reflektiert, welches in ihn eindringt.

Wir schätzen Ihre Diamanten.
Kostenlose Begutachtung

+32 488 413 229